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CarbonAid® and CarbonMini®
clinically developed CO₂ diffuser systems from Sweden

Canada update
MDSAP CA re-certification audit confirmed for September 2026 as Cardia Innovation prepares to re-enter the Canadian market.L'audit de renouvellement de la certification MDSAP CA est confirmé pour septembre 2026, alors que Cardia Innovation se prépare à revenir sur le marché canadien.

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Schweiz, Österreich und Deutschland

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Optimierung der Entlüftung bei Operationen am offenen Herzen durch kontrollierte CO₂-Zufuhr

CarbonAid® und CarbonMini® sind diffusorbasierte CO₂-Systeme, die darauf ausgelegt sind, eine stabile Schutzatmosphäre im Operationsfeld zu schaffen – und so zur Verringerung von Luftembolien und zu einer effizienten Entlüftung während herzchirurgischer Eingriffe beizutragen.

Diese Seite bietet einen strukturierten, evidenzbasierten Überblick für Herzchirurgen, Kardiotechniker, klinische Partner und Vertriebspartner zur Vorbereitung auf klinische Gespräche.

Wichtige Belege für den Einsatz der CO₂-Diffusoren von Cardia in der Herzchirurgie

Dokumentiert in klinischen und experimentellen Studien
Die Ergebnisse basieren auf veröffentlichten, peer-reviewten Studien. Individuelle klinische Ergebnisse können variieren. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Wissenschaftliche Evidenz“.
Nur für medizinisches Fachpersonal und Vertriebspartner

Die folgenden Abschnitte enthalten klinische, technische und wissenschaftliche Informationen, die für medizinisches Fachpersonal und qualifizierte Vertriebspartner bestimmt sind.

Klinischer Hintergrund

Warum CO₂ wichtig ist

Ohne CO₂ entstehen bei Operationen am offenen Herzen regelmäßig Luftblasen.

Mittels transösophagealer Echokardiographie (TEE) nachgewiesene Restluft / Mikroembolien

Midösophageale Längsschnittansicht — linker Vorhof / linker Ventrikel / Aorta ascendens

Transesophageal echocardiography (TEE), midesophageal long-axis view without CO₂ insufflation.
Ohne CO₂
Intrakardiale Restluft kann mittels TEE sichtbar gemacht werden in:
  • · dem linken Vorhof
  • · dem linken Ventrikel
  • · der Aorta ascendens

Werden diese Blasen nicht effektiv entfernt, können sie in den arteriellen Kreislauf gelangen und zu Mikroembolien führen.

Entlüftung ohne CO₂-Insufflation
  • · Erfordert 15–20 Minuten nach dem Eingriff
  • · Kann Restluft zurücklassen
Transesophageal echocardiography (TEE), midesophageal long-axis view with CO₂ delivered via CarbonAid®.
CO₂-Zufuhr mit CarbonAid®
Schlussfolgerung

CO₂-Insufflation reduziert Mikroembolien signifikant und beschleunigt die Entlüftung.¹

Mittels transösophagealer Echokardiographie (TEE) nachgewiesene Mikroembolien, midösophageale Längsachsenansicht: ohne CO₂ im Vergleich zur CO₂-Zufuhr mit CarbonAid®. Svenarud P, Persson M, van der Linden J. Circulation. 2004;109:1127–1132.

Physiologie

Warum CO₂ wirkt

~25×
höhere Löslichkeit im Blut als Luft
~50 %
schwerer als Luft
Schnelle
Elimination über die Lunge

→ Diese Eigenschaften begünstigen eine schnellere Auflösung verbleibender Gasblasen und eine effektivere Verdrängung von Luft aus der Operationshöhle.

Zufuhrprinzip

Warum die Art der CO₂-Zufuhr entscheidend ist

Obwohl die CO₂-Insufflation bereits seit Jahrzehnten angewendet wird, zeigen klinische und experimentelle Studien, dass ihre Wirksamkeit entscheidend davon abhängt, wie das CO₂ in die Operationshöhle eingebracht wird. Turbulente Zufuhrmethoden können zu einer erheblichen Vermischung von CO₂ und Umgebungsluft führen, wodurch die Sättigung der Operationshöhle begrenzt und die Schutzwirkung verringert wird.

Schematische Darstellung einer turbulenten CO₂-Gasströmung mit erheblicher Vermischung mit Umgebungsluft oberhalb der Operationshöhle.
Ein turbulenter Gasstrom kann zu einer erheblichen Vermischung mit der Umgebungsluft und zu einer instabilen Sättigung der Operationshöhle führen. Die gemessenen Restluftwerte können deutlich erhöht bleiben.
Diagramm, das zeigt, wie CO₂ in die Operationshöhle einströmt und die Umgebungsluft verdrängt, wodurch eine nahezu vollständige Sättigung der Operationshöhle erreicht wird.
Stabile Bildung eines CO₂-Feldes mit niedriger Strömungsgeschwindigkeit und nahezu vollständiger Sättigung der Operationshöhle. Unter kontrollierten Bedingungen sind Restluftwerte von <1 % erreichbar.
Herkömmliche Methoden

Offene Schläuche und mit Gaze bedeckte Schläuche

  • → Turbulente Strömung
  • → Vermischung mit Umgebungsluft
  • → Instabile Sättigung der Operationshöhle
Typische Atmosphäre in der Operationshöhle
4–25 % CO₂

Persson M et al. J Cardiothorac Vasc Anesth. 2003;17:329–335.

Diffusorbasierte Zufuhr

CarbonAid® / CarbonMini®

  • → Laminarer Niedriggeschwindigkeitsstrom
  • → Stabiles CO₂-Feld
  • → Kontinuierliche Befüllung
Erreichbar
Nahezu 100 % CO₂-Atmosphäre

Persson M et al. J Cardiothorac Vasc Anesth. 2003;17:329–335.Svenarud P et al. J Thorac Cardiovasc Surg. 2003;125:1043–1049.

Diffusorleistung

Warum das Design des Diffusors entscheidend ist

Experimentelle und klinische Studien zeigen, dass die Geometrie des Diffusors und die Strömungseigenschaften des Gases einen wesentlichen Einfluss auf die Fähigkeit haben, eine stabile CO₂-Atmosphäre in der Operationshöhle aufrechtzuerhalten.

Leistungsunterschiede werden besonders unter realen Operationsbedingungen relevant, bei denen Absaugung, Handbewegungen, Flüssigkeitskontakt und Störungen der Operationshöhle eine Rolle spielen.

Infrarotdarstellung des CO₂-Feldverhaltens bei 10 l/min unter kontrollierten Versuchsbedingungen.

Stabile CO₂-Feldbildung

CarbonAid® erzeugt ein ruhiges und homogenes CO₂-Feld mit stabilem Füllverhalten in der Operationshöhle. Alternative Diffusordesigns können deutlich turbulentere Strömungsmuster erzeugen, wodurch die Vermischung mit der Umgebungsluft zunimmt und die Stabilität in der Operationshöhle abnimmt.

Die Fähigkeit, eine stabile CO₂-Atmosphäre aufrechtzuerhalten, ist besonders unter realen Operationsbedingungen wichtig, bei denen Bewegung, Absaugung und Störungen der Operationshöhle auftreten.

Alternatives Diffusordesign

Sichtbare Blasenbildung durch lokal höhere Gasgeschwindigkeit

CarbonAid®

Keine Blasenbildung bei Flüssigkeitskontakt; die breite Oberfläche unterstützt eine niedrige lokale CO₂-Geschwindigkeit

Dieses kontrollierte Experiment unter Flüssigkeitskontakt zeigt, wie die Diffusorgeometrie die lokale Gasgeschwindigkeit beeinflusst. Blasenbildung weist auf Gasaustritt durch eingetauchte Bereiche hin, während das Ausbleiben von Blasen für eine niedrige lokale Strömungsgeschwindigkeit über die Diffusoroberfläche spricht.

Stabiles Strömungsverhalten bei Flüssigkeitskontakt

Die experimentelle Visualisierung zeigt, wie die Diffusorgeometrie das Gasströmungsverhalten unter Bedingungen mit Flüssigkeitskontakt beeinflusst. CarbonAid® sorgt für eine stabile CO₂-Zufuhr mit niedriger Strömungsgeschwindigkeit ohne sichtbare Blasenbildung, selbst bei direktem Flüssigkeitskontakt.

Im Gegensatz dazu können alternative Diffusordesigns unter identischen Bedingungen erhebliche Turbulenzen und Gasblasenbildung verursachen. Die Aufrechterhaltung stabiler Strömungseigenschaften während der Operation ist wichtig, um eine effektive Sättigung der Operationshöhle zu erhalten und Störungen des schützenden CO₂-Feldes zu minimieren.

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Peer-reviewte Vergleichsuntersuchung unter klinisch relevanten Bedingungen

Vergleichstests in einer simulierten Thoraxhöhle zeigten deutliche Leistungsunterschiede zwischen verschiedenen Methoden der CO₂-Zufuhr. Unter den getesteten Bedingungen erzeugte CarbonAid® in den meisten Fällen eine Atmosphäre aus 100 % CO₂, während andere Geräte leichter durch Störungen beeinflusst wurden und eine stärkere Vermischung mit der Umgebungsluft zuließen.

Die Studie zeigte, dass die CO₂-Sättigung im Operationsfeld durch Flussrate, Gerätegeometrie, Positionierung und Störungen der Atmosphäre in der Höhle beeinflusst wird. Niedrigere Flussraten waren im Allgemeinen unzureichend; für eine effektive Sättigung waren klinisch relevante Flussraten von 7–10 SLPM erforderlich.

Die Autoren stellen ferner fest, dass eine Atmosphäre aus 100 % CO₂ der sicherste Weg ist, um Luftembolien zu verhindern. In diesem Zusammenhang ist die Fähigkeit, unter praktischen Bedingungen eine nahezu vollständige CO₂-Sättigung aufrechtzuerhalten, von hoher Relevanz.

CarbonAid® wurde über den relevanten Flussratenbereich hinweg als robusteste Option identifiziert, während CarbonMini® bei 7 und 10 SLPM akzeptabel blieb. Dies unterstützt seinen Einsatz, wenn ein kleineres Diffusorformat erforderlich ist.

Basierend auf der praktischen Interpretation der Autoren der vergleichenden Ergebnisse zu Anstiegszeit und maximaler Konzentration in einem rechteckigen Thoraxmodell. Siehe Vandenberghe et al., J Thorac Cardiovasc Surg. 2020;159(3):958–968, insbesondere Abbildung 7, Tabelle 3 und Diskussion.

Klinische Bedeutung

Nachgewiesene klinische Bedeutung bei herzchirurgischen Eingriffen

Klinische und experimentelle Studien zeigen, dass eine effektive CO₂-Insufflation gasförmige Mikroembolien deutlich reduzieren und die Entlüftung bei Operationen am offenen Herzen beschleunigen kann. Die Fähigkeit, während der gesamten Operation eine stabile CO₂-Atmosphäre aufrechtzuerhalten, ist für das Erreichen dieser Effekte von zentraler Bedeutung.

Reduktion gasförmiger Mikroembolien

Randomisierte klinische Studien zeigen eine signifikante Verringerung sowohl der Anzahl als auch der Größe gasförmiger Mikroembolien während Operationen am offenen Herzen unter Verwendung einer diffusorbasierten CO₂-Insufflation. (Svenarud et al.)

Beschleunigte Entlüftung

Eine effektive CO₂-Insufflation unterstützt eine schnellere und vollständigere Entfernung intrakardialer Restluft nach Operationen am offenen Herzen. (Chaudhuri et al.)

Stabile Leistung während der Operation

CarbonAid® und CarbonMini® gewährleisten eine effektive Sättigung der Operationshöhle unter klinisch relevanten Bedingungen wie Absaugung, Bewegung und Flüssigkeitskontakt. Im Gegensatz dazu kann es bei Diffusorsystemen, die eine turbulentere Gasströmung erzeugen, unter denselben Bedingungen zu einer erheblichen Verringerung der CO₂-Konzentration kommen. (Svenarud et al.; Vandenberghe et al.)

Zusätzliche Schutzwirkungen

Über die Entlüftung hinaus

Neben der Unterstützung der Entlüftung kann die Bildung eines stabilen CO₂-Feldes dazu beitragen, das Eindringen luftgetragener Partikel zu verringern und das Verhalten von Mikroorganismen in der Operationsumgebung zu beeinflussen.

Experimentelle Visualisierung der Ablenkung von Zigarettenrauchpartikeln über einer mit CO₂ gefüllten simulierten Operationshöhle.

Partikelablenkungseffekt

Die experimentelle Visualisierung zeigt, dass ein stabiles CO₂-Feld luftgetragene Partikel von der Operationshöhle ablenken kann. In dem hier gezeigten Modell wurde die simulierte Höhle mit CO₂ unter Verwendung von CarbonAid® geflutet. Dadurch entstand ein ruhiges CO₂-Feld, das den oberhalb der Höhle eingebrachten Rauch sichtbar umlenkt und verhindert, dass er in den geschützten Raum eindringt.

Dieser Effekt ist relevant, da luftgetragene Partikel als Träger mikrobieller Kontamination wirken können. Veröffentlichte experimentelle Studien zeigen eine erhebliche Verringerung des Eindringens luftgetragener Partikel während einer stabilen CO₂-Insufflation und unterstützen damit die Rolle der kontrollierten CO₂-Feldflutung als zusätzlichen Schutzmechanismus über die Entlüftung hinaus. (Kokhanenko et al.)

Bakteriostatische Eigenschaften von CO₂

Erhöhte CO₂-Konzentrationen haben eine gut dokumentierte bakteriostatische Wirkung und können das Bakterienwachstum unter physiologischen Bedingungen hemmen. Ein stabiles CO₂-Feld kann daher über die Entlüftung hinaus einen zusätzlichen Schutzeffekt bieten, indem es eine für bakterielle Aktivität im Operationsfeld weniger günstige Umgebung schafft.

Systemkonzept & klinische Anwendung

Ein Prinzip. Zwei chirurgische Anwendungsbereiche.

CarbonAid®
Sternotomie

Entwickelt für herzchirurgische Eingriffe mit vollständig offenem Zugang.

CarbonAid® in use during open heart surgery
CarbonMini®
Minimalinvasiv

Optimiert für eingeschränkte Operationsfelder.

CarbonMini® in use during minimally invasive cardiac surgery
MerkmalCarbonAid®CarbonMini®
Primäre IndikationVollständige SternotomieMinimalinvasive Eingriffe
Empfohlene Flussrate10 l/min3–8 l/min
KonstruktionsschwerpunktUmfassende Abdeckung der OperationshöhleAngepasst an kleinere Operationsfelder
Klinische Schulungsressource

Artivion stellt auf seiner Schulungsressourcen-Seite für Nordamerika das „CarbonAid® and CarbonMini® In-Service Video“ zur Verfügung. Diese praxisorientierte Ressource wird häufig von klinischem Fachpersonal genutzt und von Artivion bereitgestellt.

In-Service-Video öffnen(opens in new tab)
Perspektive aus der klinischen Praxis

Erfahrungsbericht einer Kardiotechnikerin

Ein Einblick aus der Perspektive einer Kardiotechnikerin in die langfristige klinische Erfahrung mit CarbonAid® in der Herzchirurgie.

Verwendung mit freundlicher Genehmigung von Artivion, Inc.

Referentin
Suzi Gleason, CCP

Leiterin der Perfusionsabteilung
The Heart Hospital Baylor Plano
Plano, Texas

Individuelle klinische Erfahrung. Die Verwendung des Produkts muss stets gemäß der jeweils geltenden Gebrauchsanweisung und den lokalen regulatorischen Anforderungen erfolgen.

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